Warum dieser Film so wichtig für dich sein kann…

Ich liebe Comics. Schon immer. Als Kind war Superman mein Held. Ziemlich schnell musste er mit Batman den Platz tauschen. Ihn fand ich schon immer irgendwie interessanter. Dunkler, böser, zerrissener. Dann kam irgendwann Spawn. Zu damaligen Zeit mein Nonplusultra.

Mit den Filmen war es immer so eine Sache. Superman von Richard Donner aus dem Jahr 1978 war top. Eine tolle Verfilmung die einfach Spaß gemacht hat. Kann man sich getrost heute noch ansehen. Tim Burton’s Batman Verfilmung von 1989 war grandios. Jack Nicholson als Joker zur damaligen Zeit eine Offenbarung. Genauso der zweite Teil, Batman’s Rückkehr. Diesmal mit Danny DeVito als der Pinguin. Und dann wurde es mit einem Schlag bunt und laut. Ich liebe bunt und laut, aber nicht bei Batman.

Ja, und irgendwann kamen die Marvel-Verfilmungen. Die Fantastic Four Filme, produziert vom grandiosen Bernd Eichinger, vergessen wir mal. Es begann mit Spider-Man von Sam Raimi. Oh Mann wurde besonders der erste Teil gefeiert! Es war schier grandios wie es doch möglich war den Geist des Comics – inkl. der fantastischen Charakterzeichnung – auf das Medium Film zu übertragen. Und während DC in eine tiefe Depression versunken ist hat Marvel das einzig richtige gemacht: Marvel hat experimentiert und über die Jahre den perfekten Weg gefunden das komplexe Marvel-Universum auf die Leinwand zu bringen. Den endgültigen Startschuss für den Siegeszug bedeutete schließlich Iron-Man von Jon Favreau mit dem fantastischen Robert Downey Jr. in der Hauptrolle.

Und dann passierte etwas das keiner mehr für möglich gehalten hatte. Der Autorenfilmer Christopher Nolan machte sich daran, Batman erneut auf die große Leinwand zu bringen. Und das mit ungeahnten Erfolg! Der Film erwies sich in jeder Hinsicht als Meisterleistung.

DC war wieder oben. Von der Kritik gefeiert und massenweise Kohle in den Kinokassen. Das Rennen gegen Marvel war eröffnet.

Zack Snyder, Regisseur des Schlachtenepos „300″ und des fantastischen „Watchman” (ebenfalls Comicverfilmungen) machte sich an die Wiederbelebung eines anderen großen Helden aus dem DC-Universum: Superman. Der (leider) unterschätzte und nostalgische „Superman Returns” wird nun völlig ausgeblendet.

DC schien seine Linie gefunden zu haben: Realistisch, düster, hart. Und genau dieses Thema wollte nun Zack Snyder in „Man Of Steel” fortführen. Christopher Nolan war zum Glück noch an diesem Projekt beteiligt. Der Film IST gut. Anders als erwartet, aber gut. Zack Snyders Zerstörungswut passt sich der Handlung an und ja, der Stil steht dem neuen Superman. Die Kritiken waren durchwachsen aber ein weltweiter Erfolg war der Film allemal.

Als nächsten Trumpf im Ärmel sah man dann das Zusammentreffen der größten Helden. Der ultimative Kampf. Superman gegen Batman. Und ich musste die schrecklichsten Stunden seit Jahren im Kinosessel verbringen. Es war ein Stich ins Herz was mit meinen Helden aus der Kindheit hier veranstaltet wurde.

Aber ich bin ja ein positiver Mensch, und Jäger und Sammler noch dazu. Also habe ich mir die „Ultimate Edition”, den Directors Vut des Films bei iTunes gekauft. Und frage mich nicht warum, der Film wurde besser. Nein, er würde sogar richtig gut. Es hakt noch hier und da, aber er ist gut. Immer noch zu ernst im Grundton aber der Erzählfluss stimmt und das wichtigste, er ergibt nun endlich Sinn.

Und in diesem Zusammentreffen der Comicgiganten hatte auch Wonder Woman ihren ersten Auftritt. Es war die Einführung der Figur die das DC-Filmuniversum auf die kommenden Leinwandereignisse einstimmen sollte. Den Wonder Woman Solofilm und die Justice Legue. Zukünftige Mitglieder der Legue wurden ja schon bei Batman vs. Superman in kurzen Clips vorgestellt.

Ich Spule mal kurz vor…

Ja und dann kam Wonder Woman. Ich habe diesen Film blind auf iTunes gekauft. Bewusst habe ich vermieden irgendwelche Rezensionen oder Besprechungen im Vorfeld zu lesen. Einzig über die Regisseurin Patty Jenkins habe ich mich kurz schlau gemacht. Sie konnte vor einigen Jahren mit dem Oscar prämierten Film Monster punkten. Auch sie würde ich im Nachblick als Autorenfilmerin bezeichnen. Und sie ist eine Frau. Wer könnte die emanzipierte Geschichte der Amazone also besser auf die Leinwand bringen?

Laut eigener Aussage ist einer ihrer filmischen Vorbilder der Superman aus dem Jahre 1978 von Richard Donner. Auch Indiana Jones zählt sie dazu. Erster Punktsieg.

Und was halte ich nun von dem Film? Er ist schlichtweg grandios! Und er macht Hoffnung auf die zukünftigen Filme aus dem DC-Univerusm. Hoffentlich versucht Zack Snyder ähnliche Wege einzuschlagen.

Von Anfang an fühlte ich mich in ein anderes filmisches Zeitalter zurückversetzt. Schauspiel, Dialoge, Setting, Rythmus…Ja, es spiegelte alles die grandiose Zeit filmischen Schaffens der späten Siebziger und der Achtziger wieder. Natürlich aber alles auf dem heutigen Stand der Technik.

Die Figuren sind ausgereift erzählt. Der Humor greift immer zum richtigen Greifpunkt. Ich fühlte mich sofort an meine frühe Jugend erinnert. Zack Snyder hat sich als Produzent erfreulicherweise zurückgehalten und nicht versucht, dem Film seinen Stempel aufzudrücken. Ja, der finale Showdown ist ein CGI-Gewitter, aber er ergibt Sinn. So schön würde mir die Moral einer Geschichte schon lange nicht mehr um die Ohren gehauen.

Die Schauspieler – allen voran Gal Gadot – leisten wundervolle Arbeit und wirken stets glaubwürdig. Ich prophezeie Gadot eine ähnliche Karriere wie Charlize Theron und hoffe, dass sie auch Mut zur Hässlichkeit zeigen wird.

Also, lange Rede, kurzer Sinn: Schau dir den Film an! Und warum ist dieser Film nun so wichtig? Mach dich auf die Reise und finde es heraus…

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