Der richtige Einsatz von Facebook-Werbeanzeigen & Co.

Aus den bezahlten Werbeanzeigen heraus hat sich mittlerweile ein eigenes Geschäftsmodell von diversen Marketer gebildet. Es gibt mittlerweile unzählige Kurse die den Kunden das schnelle Geld durch den Einsatz von Facebook-Ads oder auch Google-Werbeanzeigen versprechen. 

Ist es wirklich so eine lukrative Geschäftsidee? Wir werden es jetzt herausfinden. 

Bei Werbeanzeigen in den sozialen Netzwerken kommt dem Marketer ein Punkt gehörig in die Quere: Die Schnelllebigkeit. 

Beobachte dich doch selbst einmal. Wie verhältst du dich in der Regel in den sozialen Netzwerken?

Du scrollst schnell mal deine Timeline durch. Ein Aufenthalt in Facebook dauert in der Regel nur ein paar Minuten. Es fällt unter den Begriff „Freizeitgestaltung“. 

Ähnlich ergeht es deiner Zielgruppe. Nach einer Problemlösung suchen die wenigsten gezielt. Jetzt kann man natürlich mit den typischen Argumenten gegen halten:

  • Man kann die Zielgruppe genau definieren und exakt ansprechen. 
  • Man erreicht nur diejenigen, die sich auch für das Produkt interessieren.
  • Man hat eine enorme Reichweite.

Gegen diese Punkte spricht im Prinzip nichts. Aber kann man sein online Business nur durch Facebook-Anzeigen am Leben halten? Hier muss man ganz klar differenzieren. 

Die Einsatzmöglichkeiten

Beispiel

Du verkaufst ein Infoprodukt, z. B. einen online Kurs, für rund 400 Euro. 

Es macht keinen Sinn dafür eine Anzeige zu schalten! Warum? Der Preis ist für einen Spontankauf viel zu hoch und der Kunde kennt dich und dein Produkt nicht.

Klar kannst du ihn mit einer gut gemachten Anzeige auf deine Salespage lenken, aber es wird im seltensten Fall auf den „Kaufen“-Button geklickt werden. 

Die Hemmschwelle schnell mal 400 Euro auszugeben ist einfach zu groß. 

Lass uns ein Stückchen kleiner werden. 

Du hast einen tollen und nützlichen Lead-Magnet, mit dessen Hilfe du deine E-Mail-Liste füllen möchtest. Um diese Interessenten zu einem späteren Zeitpunkt in zahlende Kunden zu verwandeln. 

Hier greifen die Anzeigen schon eher. 

Wichtig zu beachten:

  • Du musst natürlich deine Zielgruppe genau kennen. 
  • Dein Lead-Magnet muss deiner Zielgruppe helfen. 
  • Das E-Mail-Marketing muss ausgearbeitet sein und auch wieder mit deiner Zielgruppe harmonieren. 
  • Dein Produkt muss natürlich gut sein 😉

Hast du bereits ein laufendes Business und kannst Erfolge vorweisen, dann können dir Facebook-Anzeigen zusätzlichen Traffic und auch zukünftige Kunden verschaffen. 

Einnahmen generieren durch Werbenzeigen

Es macht also keinen Sinn, hochpreisige Produkte zu bewerben. Bei Produkten bis zu 50 Euro sieht es da ein wenig anders aus. Es handelt sich hierbei meistens um „Massenware“ die auf ein breiteres Publikum abzielt. 

Die Zielgruppe muss aber relativ groß sein. Sagen wir, du hast ein eBook für 15 Euro und schaltest Anzeigen für 60 Euro. Wenn es sich um eine große Zielgruppe handelt und dein Produkt einen qualitativ hochwertigen Eindruck macht (die Salespage MUSS passen!) dann kann eine Anzeige einen gehörigen Umsatzschub bringen. 

Wenn der Gewinn am Ende nur 50 Euro ausmacht, dann solltest du aber über eine weitere Anzeige nachdenken oder zumindest deine Zielgruppeneinstellungen überarbeiten.

Ich find‘s immer noch nicht berauschend…

Um eine Marke bekannt zu machen, können Werbeanzeigen hilfreich sein. Wenn der Content stimmt und die Zielgruppe genau definiert wird!

Auch bei Produkten mit einem relativ niedrigen Preis kann es durchaus funktionieren. Wenn es Massentauglich ist.

Hast du schon ein gut laufendes Geschäft kannst du Anzeigen wunderbar zum wachsen deines Unternehmens nutzen.

Ein Business mit bezahlten Werbeanzeigen zu starten halte ich für Irrsinn! Die anfängliche Kundenbindung ist wesentlich größer, wenn der Leser nach einer Problemlösung aktiv sucht, deine Seite findet und am Ende auch diese Lösung erhält.

Werbeanzeigen sollten der letzte Schritt in den Marketingmaßnahmen sein. Am Beginn eines eigenes Business sollte der Fokus darauf liegen, Gewinne zu generieren ohne hohe Ausgaben machen zu müssen. 

Erstens stärkt dass das Selbstbewusstsein und die Motivation. Und zweitens tun die Ausgaben lange nicht mehr so viel weh, wenn man bereits laufende Einnahmen erzielt. Der Griff ins Klo ist dann nur noch halb so schlimm. 

Wenn Marketer und Gurus immer wieder vom „skalieren“ sprechen, meinen sie nichts anderes, als das hochschrauben der Einsätze für die Werbeanzeigen. Das ist KEIN Businessmodell!

Steckt man die Arbeit, Energie und auch das Geld in den eigenen Content und die Produkterstellung, hat man ein Business, auf dem man beruhigt aufbauen kann. 

Ich werde in den nächsten Wochen einen Selbstversuch mit den Anzeigen starten. Das Ergebnis werde ich dann im Detail und Schritt-für-Schritt hier präsentieren. 

Wie sind deine Erfahrungen? Teile sie mit uns in den Kommentaren.

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